Fortum im Überblick

Fortum ist ein führendes Unternehmen für saubere Energie, das seine Kunden mit Strom, Wärme und Kälte sowie intelligenten Lösungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz versorgt. Wir wollen unsere Kunden und die Gesellschaft dafür gewinnen, gemeinsam den Weg in eine saubere Welt zu gehen. Wir beschäftigen ungefähr 8.000 Experten in den nordischen und baltischen Ländern, Russland, Polen und Indien. 62 Prozent unserer Stromerzeugung ist CO2-frei. Die Aktien von Fortum sind bei der Nasdaq Helsinki gelistet.

Fortum in Kürze

Fortum in Kürze

Finanzkennzahlen 2016
Kapitalertrag 4,0%
Vergleichbare Nettoverschuldung / EBITDA 0,0
*Die Finanzkennzahlen für 2015 basieren auf dem Gesamtgeschäft von Fortum, inklusive aufgegebener Geschäftsbereiche
Kennzahlen 2016
Umsatz ​3.632 Mio. EUR
Vergleichbare EBITDA 1.015 Mio. EUR
Vergleichbarer Betriebsgewinn 644 Mio. EUR
Betriebsgewinn 633 Mio. EUR
Gewinnanteile der Gesellschafter und Joint Ventures 131 Mio. EUR
Vorsteuerergebnis 595 Mio. EUR
Aktienrendite 0,56 EUR
Nettoliquidität aus Betriebstätigkeit, fortlaufender Betrieb 621 Mio. EUR
Konzerneigenkapital pro Aktie 15,15 EUR
Verzinsliche Nettoverschuldung (am Ende des Vergleichszeitraums) -48 Mio. EUR
Anzahl der Mitarbeiter (31. Dezember 2016​) ​8.108

Fortums finanzielle Ziele geben Aufschluss über das langzeitige Wertschöpfungspotenzial der Firma, die Wachstumsstrategie und die Geschäftstätigkeiten.

Fortums finanzielle Langzeitziele über den Konjunkturzyklus hinaus:

–    Return on capital employed (ROCE) von mindestens 10 Prozent
–    Vergleichbare Nettoverschuldung im Verhältnis zu EBITDA von etwa 2,5

Weiterhin nutzt Fortum die G3.1 Schlüsselindikatoren der Global Reporting Initiative (GRI) um über unternehmerische Verantwortung Bericht zu erstatten.

Strategie

Strategie

Fortum ist bereit, den Wandel hin zu einer sauberen Welt maßgeblich mitzugestalten. Unsere Vision „Für eine saubere Welt“ spiegelt unsere Zielsetzung wider, die Transformation zu einem Energiekonzept mit niedrigen Emissionen und optimaler Ressourceneffizienz voranzutreiben. Wir wollen unsere Kunden und die Gesellschaft in diesen Veränderungsprozess einbinden. Unsere Aufgabe ist es, diesen Wandel zu beschleunigen, indem wir das Energiekonzept neu denken, die Ressourceneffizienz verbessern und intelligente Lösungen anbieten. So liefern wir außerdem einen hervorragenden Shareholder-Value.

Die neue Strategie von Fortum wurde im Februar 2016 bekannt gegeben. Im Laufe des ersten Jahres der Umsetzung unserer Vision „Für eine saubere Welt“ haben wir mehrere wichtige Schritte unternommen, um unsere Wachstumsstrategie in die Tat umzusetzen, unser Unternehmen zu stärken und unsere Kompetenzen für diese neue Ausrichtung auszubauen.

Unsere Strategie beinhaltet vier Eckpunkte:

  1. Produktivität und Transformation der Branche vorantreiben
  2. Lösungen für nachhaltige Städte schaffen
  3. Wachstum im Bereich Wind und Solar generieren
  4. Neue Geschäftsfelder aufbauen

Wir beobachten vier Megatrends, die die Energiebranche prägen und uns beschäftigen: Klimawandel und Ressourceneffizienz, Urbanisierung, neue Technologien und Digitalisierung sowie aktive Kunden. Diese Megatrends führen zu grundlegenden Veränderungen. Nicht nur wie Energie erzeugt und an Kunden verkauft wird, sondern auch wie sie verbraucht wird. Diese Megatrends werden auch dazu führen, dass der Wert von Ressourcen wie Abfall und Biomasse, erhöht wird.

Unsere Werte

Wir werden von unseren Werten getragen, die für alles, was wir tun, die Grundlage sind:

Verantwortung

Wir kennen die Bedürfnisse unserer Kunden und anderer Stakeholder. Wir übernehmen die Verantwortung für unser Tun und streben nach der bestmöglichen Leistung.

Kreativität

Wir ergreifen die Initiative und ermutigen uns gegenseitig, innovative Lösungen zu finden. Wir entwickeln uns stetig weiter und sind offen für Veränderungen.

Respekt

Wir schätzen und unterstützen einander. Wir teilen unser Wissen, kooperieren und diskutieren offen.

Ehrlichkeit

Wir legen Wert auf die Einhaltung hoher ethischer Standards und Integrität. Wir sind zuverlässig und liefern, was wir versprechen.

Unser Unternehmen

Unser Unternehmen

Fortums Organisation umfasst vier Geschäftsbereiche: Erzeugung, Lösungen für Städte, Lösungen für Verbraucher und Russland. Außerdem wurden zwei Entwicklungseinheiten etabliert, die sich auf die Neugeschäftsgewinnung konzentrieren: M&A und Solar & Windentwicklung sowie Technologie und Neue Unternehmen.

Fortum will Werte schaffen, indem es die Konsolidierung und Restrukturierung der Versorgungswirtschaft mittels transformierender Fusionen und Übernahmen in seinen aktuellen Heimatmärkten und dem integrierten europäischen Markt vorantreibt. Das Unternehmen peilt außerdem ein Solar- und Windportfolio im Gigawatt-Maßstab an. Diese Maßnahmen werden unter einem neuen Bereich gebündelt, der sich auf unternehmensweite Fusionen und Übernahmen und die Entwicklung eines Solar- und Windportfolios fokussiert.

Um Innovationen und die Neugeschäftsentwicklung zu beschleunigen, wurde der Bereich Technologie und Neue Unternehmen geschaffen. Dieser Bereich ist für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Fortum verantwortlich und ist ein In-House-Inkubator für Start-ups. Er trägt außerdem die Verantwortung für direkte und indirekte Investitionen in externe Start-ups sowie für die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten.

Forschung und Entwicklung stellen in unseren Augen die Energie für die nächste Generation sicher. Wir sind das Energieunternehmen der nächsten Generation. Unser Anliegen ist es daher, Energie zu liefern, die das Leben für aktuelle und kommende Generationen verbessert. Um nachhaltige Lösungen anzubieten, die niedrige Emissionen, Ressourceneffizienz und Energiesicherheit ermöglichen und gleichzeitig einen hervorragenden Wert für unsere Shareholder zu schaffen, unterhalten wir ein umfangreiches Forschungs- und Entwicklungsprogramm. Das Programm umfasst all unsere Tätigkeitsbereiche: von der Strom- und Wärmeerzeugung bis hin zum Vertrieb und Verkauf unserer Produkte. Das Programm soll die Wettbewerbsfähigkeit von Fortum verbessern. Außerdem soll es eine Grundlage für neue profitable Unternehmungen schaffen, sodass unsere Kunden von effizienterer Energieerzeugung, komfortableren und besseren Produkten und einer besseren Umwelt profitieren können.

Corporate Governance

Corporate Governance

Die Verantwortung des Vorstands sowie des Präsidenten und CEOs für die Verwaltung und das Management des Unternehmens ergibt sich aus dem finnischen Gesetz über Kapitalgesellschaften. Ergänzt wird es durch den finnischen Corporate-Governance-Kodex.

Die Aktien der Fortum Corporation (FORTUM) werden seit dem 18. Dezember 1998 bei der Nasdaq Helsinki gelistet. Der Industriezweig von Fortum – laut dem Global Industry Classification Standard – ist Stromversorger. Der finnische Staat ist mit 50,76 Prozent der Anteile der Mehrheitseigentümer von Fortum (Stand: 31. Dezember 2016).

Die Corporate Governance bei Fortum basiert auf finnischen Gesetzen und dem Gesellschaftsvertrag des Unternehmens. Fortum beachtet vollumfänglich den finnischen Corporate-Governance-Kodex 2015 – und hat somit auch diese Erklärung zur Corporate Governance gemäß dem Kodex abgegeben. Die Erklärung zur Corporate Governance wird getrennt vom Lagebericht veröffentlicht und wurde vom Prüfungs- und Risikoausschuss des Vorstands von Fortum geprüft.

Fortum stellt Konzernabschlüsse und Zwischenberichte unter Beachtung der folgenden Vorgaben auf: den internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, dem finnischen Wertpapiermarktgesetz, den Bestimmungen und Richtlinien der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde sowie den Regeln der Nasdaq Helsinki. Der Lagebericht des Unternehmens und die Jahresabschlüsse der Muttergesellschaft werden gemäß dem finnischen Gesetz über Kapitalgesellschaften, dem Buchführungsgesetz, dem Wertpapiermarktgesetz sowie der Empfehlungen und Richtlinien des finnischen Fachgremiums für Rechnungslegung erstellt.

Unser Vorstand

Sari Baldauf

Matti Lievonen

Heinz-Werner Binzel

Eva Hamilton

Kim Ignatius

Tapio Kuula

Anja McAlister

​Veli-Matti Reinikkala

Der Vorstand ist für die strategische Entwicklung von Fortum verantwortlich. Außerdem kontrolliert und steuert er das Geschäft und das Management des Unternehmens. Gemäß dem Gesellschaftsvertrag und im Einklang mit dem Gesetz über Kapitalgesellschaften repräsentiert der Vorstand zudem das Unternehmen. Außerdem ist er für die richtige Ausrichtung im Rahmen der Kontrolle des Finanz- und Rechnungswesens des Unternehmens zuständig. Der Vorstand verantwortet darüber hinaus die Definition der Ziele und Werte des Unternehmens.

Der Vorstand hat zwischen fünf und acht Mitglieder, die auf der jährlichen Hauptversammlung jeweils für ein Jahr gewählt werden. Die Amtszeit des Vorstands endet zum Ende der ersten jährlichen Hauptversammlung nach der Wahl. Die Hauptversammlung wählt außerdem den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands.

Unser Präsident und CEO

Unser Präsident und CEO Pekka Lundmark ist gemäß dem Gesetz über Kapitalgesellschaften Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsleitung von Fortum. Er ist für das Tagesgeschäft der Gruppe zuständig und dafür verantwortlich, dass das Rechnungswesen des Unternehmens dem geltenden Recht entspricht und das Finanzwesen auf zuverlässige Weise erfolgt.

Unser Team der Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung von Fortum unterstützt den Präsidenten und CEO – innerhalb des vom Vorstand gesetzten Rahmens – bei der Durchführung der strategischen und nachhaltigen Unternehmensziele. Gemäß ihrem Mandat bereitet die Geschäftsleitung die Businesspläne der Gruppe vor, entscheidet über Investitionen, Fusionen, Übernahmen und Verkäufe. Sie überprüft bei der monatlichen Berichterstattung die Finanz- und Nachhaltigkeitsergebnisse. Ein Teil des Performance-Management-Prozesses sind vierteljährliche Treffen mit dem Management zur Leistungsbeurteilung.

Jedes Mitglied der Geschäftsleitung von Fortum ist in seiner jeweiligen Organisation für das Tagesgeschäft und die Umsetzung von operativen Entscheidungen verantwortlich. Fortums Geschäftsleitung trifft sich monatlich.

Frauenförderung

Wir bei Fortum setzen uns dafür ein, den Anteil weiblicher Mitarbeiter stetig zu erhöhen und weibliche Talente gezielt zu fördern. Seit dem Jahr 2015 beträgt der Anteil von Frauen am Gesamtpersonal unseres Unternehmens gut 29 Prozent. Zudem wird etwa ein Viertel der leitenden Positionen auf Konzern- und Divisionsebene von weiblichen Führungskräften verantwortet. Von den acht Mitgliedern unseres Vorstands sind aktuell drei weiblich, darunter auch die Vorsitzende Sari Baldauf.

Die Förderung von Frauen ist Teil unseres Selbstverständnisses und unserer Unternehmenswerte. Als international agierendes Energieunternehmen fördern wir die Chancengleichheit bei der Rekrutierung, Bezahlung und persönlichen Entwicklung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür investiert Fortum seit Jahren in gezielte Maßnahmen und Initiativen.

Diversity

Jede Form der Diskriminierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern– also aufgrund der Herkunft, Aussehen, religiöser und politischer Ansichten, Geschlecht, Alter, Sprache, sexueller Orientierung, Familienstand oder Behinderungen – wird bei uns nicht toleriert und hat entsprechende Konsequenzen. In einigen Regionen, darunter Finnland, Schweden und Indien, gelten zusätzlich zu den gesetzlichen Regelungen noch unternehmenseigene Richtlinien. Unsere Anstrengungen zahlen sich aus: Im Jahr 2016 gab es konzernweit keine gemeldeten Diskriminierungsvorfälle.

 

Corporate Social Responsibility

Corporate Social Responsibility

Als fortschrittliches Energieunternehmen begreifen wir uns als Teil der Gesellschaft. Soziale und ökologische Verantwortung sind wesentliche Eckpfeiler unserer Unternehmensstrategie und unseres Selbstverständnisses. Fortum bringt sich daher aktiv ein und engagiert sich in vielfältiger Weise in den Gemeinden vor Ort, um das Gemeinwohl zu stärken.

Unterstützung von gemeinnützigen Projekten

Das gesellschaftliche Engagement von Fortum konzentriert sich vorwiegend auf Kinder- und Jugendförderung sowie auf Umweltschutzprojekte. Im vergangenen Jahr hat Fortum verschiedene Initiativen in Finnland und den baltischen Staaten mit insgesamt rund 3,6 Millionen Euro unterstützt. Ein Beispiel dafür ist das Fortum Tutorenprogramm, das 2009 in Zusammenarbeit mit dem Finnischen Fußballbund ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projektes ist es, Trainer von lokalen Kinder- und Jugendmannschaften zu schulen und in ihrer täglichen Arbeit in den Vereinen zu unterstützen.

Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen

In Skandinavien kooperiert Fortum mit renommierten Universitäten und Forschungseinrichtungen. Gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern arbeiten wir dort an richtungsweisenden Lösungen für die Energieerzeugung und -speicherung der Zukunft. Neben dieser Zusammenarbeit unterstützen wir mit der Fortum Stiftung auch finanziell Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Dritten in den Bereichen Naturwissenschaft und Energiewirtschaft. Im vergangenen Jahr hat die Stiftung Stipendien in Höhe von etwa 675.000 Euro vergeben.

Im Dialog mit der Gesellschaft

Wir kommunizieren mit all unseren Stakeholdern offen, ehrlich und proaktiv. Dies gilt insbesondere für die Anwohner und andere lokale Gruppen in direkter Nähe unserer Standorte und Kraftwerke. Fortum möchte in einem kontinuierlichen Dialog den Austausch von Meinungen und Ideen fördern. Wir sind davon überzeugt, dass dies die Grundlage für eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit darstellt. Vor Beginn neuer Bauprojekte ist es für uns daher selbstverständlich, alle betroffenen Parteien anzuhören und umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfungen durchzuführen.

Fortum weltweit

Fortum weltweit

Fortum ist schwerpunktmäßig in den nordischen und baltischen Ländern, in Russland, in Polen und in Indien aktiv. Darüber hinaus bieten wir unsere Expertise und Serviceleistungen weltweit an. Unser Hauptsitz befindet sich in Espoo (Finnland).

 

Fortum in Deutschland

Fortum in Deutschland

Die Fortum Service Deutschland GmbH ist seit 1993 in Deutschland aktiv. Derzeit sind für Fortum 36 Mitarbeiter in Deutschland tätig. Als Teil des finnischen Energieunternehmens Fortum bieten wir als unabhängiger Dienstleister den technischen Betrieb und die Instandhaltung von Kraftwerken wie dem Standort Hamm-Uentrop an.

Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden eine ganze Bandbreite an Serviceleistungen und Produkten – die Planung und Durchführung von Turbinenrevisionen, kraftwerksbezogene Beratungsdienstleistungen sowie hocheffiziente IT-Systeme zur Optimierung von Kraftwerksprozessen vom Schichtbuch bis zur dynamischen Simulationssoftware. Fortum hat langjährige Erfahrung in der Betriebsführung und Instandhaltung deutscher Kraftwerke. So haben wir unter anderem das Gasturbinen-Kraftwerk der Wacker-Chemie AG in Burghausen (Bayern), ein Biomassekraftwerk in Herbrechtingen (Baden-Württemberg) und das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk des norwegischen Energieunternehmens Statkraft im Chemiepark Hürth (Nordrhein-Westfalen) betrieben.

Verhaltenskodex

Verhaltenskodex

Wir interagieren täglich mit Menschen in aller Welt. Dies beinhaltet naturgemäß den respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Kulturen und unterschiedlichen Handelsformen. Es ist entscheidend, dass wir stets die gleichen ethischen Standards anwenden – egal wo wir tätig sind. Hier kommt unser Verhaltenskodex zum Tragen.

Unser überarbeiteter Verhaltenskodex, eingeführt im Jahr 2015, stützt sich auf unsere geteilten Unternehmenswerte: Verantwortung, Kreativität, Respekt und Ehrlichkeit. Diese Werte sind die ethische Basis für all unser Tun bei Fortum. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Verantwortung und unsere absolute Verpflichtung zu ehrlichen und ethischen Geschäftspraktiken in irgendeiner Form kompromittiert werden.

Unsere Mitarbeiter werden dazu aufgerufen, ihre Vorgesetzten, die Geschäftsführung oder die interne Konzernrevision zu kontaktieren, wenn sie Fehlverhalten oder Zuwiderhandlung vermuten. Alle Bedenken bezüglich der Compliance werden mittels eines etablierten Prozesses überprüft.

Case Studies

Mit einigen Beispielen unserer Arbeit möchten wir Ihnen vorführen, wie wir Schritt für Schritt den Weg in eine saubere Welt gehen.

Charge & Drive

Charge & Drive: Die fortschrittlichste Charging-Lösung für Elektrofahrzeuge – cloudbasiert und clever

Fortum ist eines der führenden Unternehmen im Bereich Clean Energy. Seit Jahrzehnten ist die Reduzierung von CO2-Emissionen ein wichtiger Teil von Fortums unternehmerischer DNA. Fortum Charge & Drive, unsere richtungsweisende Ladeplattform für Elektrofahrzeuge, bringt uns dem Ziel eines kohlenstoffdioxidfreien, städtischen Verkehrssystems näher.

Die Anzahl der Elektrofahrzeuge wächst stetig und die Nutzer der Fahrzeuge erwarten selbstverständlich, dass das Serviceangebot einfaches, bequemes und sicheres Laden ermöglicht. Zuverlässige Hard- und Software sowie ein engagierter Kundenservice sind in diesem Zusammenhang entscheidende Faktoren für die Nutzerzufriedenheit. Fortum Charge & Drive wurde entwickelt, um diesen Anforderungen gerecht zu werden und somit den Weg für die stärkere und effizientere Nutzung von Elektrofahrzeugen frei zu machen. Fortum Charge & Drive bietet Kunden und Betreibern einen cloudbasierten Service für das schnelle und bequeme Laden von Elektrofahrzeugen und umfasst ein Netzwerk von 1.400 intelligenten Ladestationen in ganz Norwegen, Schweden und Finnland.

Mittels der White-Label-App können Kunden Ladestationen finden, die Verfügbarkeit und Kompatibilität überprüfen und ihre persönlichen Konten verwalten. Sie können zudem mit ihrer bevorzugten Bezahlmethode zahlen – ganz gleich ob RFID, App oder SMS. Sollten Probleme auftreten oder Unterstützung benötigt werden, können die Nutzer von jeder Ladestation aus auf unseren 24-Stunden-Support zugreifen.

Das cloudbasierte Fortum Charge & Drive ermöglicht es den Betreibern, ihr Ladeangebot zu verwalten und auszubauen – ganz unabhängig von der von ihrem Netzwerk verwendeten Hardware. Das umfassende Backend-System der Software-as-a-Service-Lösung erlaubt unter anderem die Fernsteuerung der Ladestationen. Neue Funktionalitäten werden kontinuierlich integriert.

Unternehmen wie IKEA Norwegen, Shell, KIWI, McDonald‘s, OP Bank sowie verschiedene Kommunen und Stadtwerke setzen heute auf Fortum Charge & Drive. Das macht uns zum führenden Anbieter von Ladenlösungen für Elektrofahrzeugen in den nordischen Ländern. Wir sind die Nummer Eins in Norwegen, dem Spitzenreiter der Elektromobilität.

Unsere SaaS-Plattform wird bereits von Partnern in 11 Ländern genutzt und unsere weltweite Präsenz bauen wir fortlaufend aus.

Mit Fortum Charge & Drive geben wir unseren Partnern und Kunden Zugang zu der Expertise, dem Wissen und den Erfahrungen, die wir in anderen Märkten und Sektoren gesammelt haben. Gemeinsam können wir so daran arbeiten, intelligente Lösungen für Elektromobilität voranzutreiben und kohlenstoffdioxidfreie städtische Transportsysteme zu schaffen.

Eines unserer jüngsten Projekte ist die im Dezember 2016 eröffnete neuartige Ladestationen-Anlage im Vulkan-Parkhaus im Zentrum von Oslo. Insgesamt stehen den Kunden mehr als 100 Ladestationen zur Verfügung.

Ein Batteriespeicher im Parkhaus sorgt für eine ausgeglichene Auslastung des Stromnetzes. So wird verhindert, dass es in Spitzenzeiten zur Überlastung kommt. Fortum Charge & Drive ermöglicht es Parkhäusern, umfangreiche Systeme für Ladestationen aufzustellen, ohne eine teure und aufwendige Anpassung am Stromnetz vornehmen zu müssen. Die Anlage ist für das sogenannte „Vehicle-to-Grid“ ausgerüstet: Strom kann in die Autobatterie eingespeist werden, aber auch von der Batterie in die Ladestation fließen. Heute ist es möglich, die Ladegeschwindigkeit individuell zu bestimmen und eine Ladestation vorab zu reservieren.

Die neue Anlage wurde in Zusammenarbeit mit dem Grundstückseigentümer und der Stadt Oslo gebaut, die in der Anlage eine Möglichkeit sieht, ihre eigenen Klimaziele zu erreichen. Diese umfassen unter anderem die Reduzierung der Treibhausgasemissionen ausgehend vom Stand 1990. Bis 2020 sollen die Emissionen um 50 Prozent reduziert werden, bis 2030 um 95 Prozent.

Einer der Elektromobilitätspioniere in Norwegen ist Knut Johansen. Seit 2015 gehört er zu den rund 70.000 norwegischen Besitzern einers Elektrofahrzeugs.

Seither ist er der Ansicht, dass die Zukunft des individuellen Transports elektrisch ist: „Wir alle müssen diesen Schritt gehen. Es ist toll, dass sich immer mehr Menschen für ein Elektroauto entscheiden, zumal Elektroautos wesentlich komfortabler sind als klassische Autos. Ich glaube, dass es in 20 Jahren keine Benzin- oder Dieselfahrzeuge mehr geben wird.“

Wenn Knut Johansen unterwegs ist, lädt er sein Auto mit Hilfe des großflächigen Ladenetzwerks von Fortum Charge & Drive auf. Und da Knut Johansen das Fortum-Stromangebot „Ladebonus“ nutzt, bekommt er für den heimischen Stromverbrauch Bonusminuten für die Charge & Drive-Schnellladestationen.

Knut Johansen sagt, dass er anfangs „Reichweiten-Angst“ hatte, also dachte, dass die Batterie unter Umständen nicht genügend Strom hat, wenn er mit dem Elektrofahrzeug unterwegs ist. Es stellte sich jedoch heraus, dass dies kein Problem darstellt: „Das liegt auch vor allem an dem Netzwerk von Fortum Charge & Drive. Es gibt zunehmend mehr Ladestationen. Und ich freue mich sehr, als Charge & Drive-Kunde diese Entwicklung mit voranzutreiben“. Knut Johansen überlegt aktuell auch sein Zweitauto gegen ein Elektrofahrzeug auszutauschen.

Solarenergie

Solarenergie: Effiziente, klimaneutrale Energiesicherheit für die Zukunft

Zwei Stunden würden genügen, um der Erde so viel Sonnenenergie zukommen zu lassen, damit der jährliche Gesamtverbrauch damit gedeckt werden kann. Allerdings sieht es in der Realität heute so aus, dass 1,3 Milliarden Menschen weltweit ohne zuverlässige Energiequelle leben müssen. Bislang gab es für die Stromversorgung vieler Menschen keine erschließbaren und preislich tragbaren Lösungen. Dies führt beispielsweise dazu, dass in manchen Gegenden trotz der gesundheitlichen und ökologischen Nebeneffekte immer noch Heizöl verwendet wird.

Bei Fortum entwickeln wir innovative Energielösungen, die auf unser Know-how in Solarenergie setzen, um die weltweite Lebensqualität mit neuen Ansätzen zu verbessern. Ein gutes Beispiel hierfür ist unsere Kooperation mit Futurice, einem Digital Services Provider, der in dem durch rasanten Fortschritt geprägten Solarenergiesektor auf die Entwicklung neuer Technologien und Geschäftsmodelle setzt.

Diese Kooperation vereint Fortums Energieexpertise mit der Software-Expertise von Futurice. Gemeinsam arbeiten wir an Lösungen, die Menschen in Entwicklungsländern den vereinfachten Zugang zu Strom ermöglichen. Wir verstehen diese Kooperation nicht zuletzt auch als völlig neuen Ansatz, um Innovation voranzutreiben.

Das Ziel der Kooperation ist es, eine Plattform zu entwickeln, die es lokalen Anbietern von Solarenergie ermöglicht, das Energieangebot mehr auf persönlich Bedürfnisse zuzuschneiden, als dies bislang möglich war. Mittels eines Software-as-a-Service-Konzepts können die Anbieter die Bezahlung durch den Endkunden sicherstellen und gleichzeitig einen besseren Kundenservice anbieten. Das ganze System wird damit zuverlässiger. Das Pay-as-you-go-Modell eröffnet Menschen Zugang zum Strom, die nicht die Mittel haben, um in ein eigenes Solarmodul zu investieren.

Die Bedeutung einer täglichen stabilen Stromversorgung für das Leben des Einzelnen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie hat Auswirkungen auf die Gesundheit, die Bildung und die Wirtschaft. Und es gibt ungewöhnlich viele gute Gründe, hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen.

Energiespiecher

Der älteste und der jüngste Energiespeicher der Welt im Zusammenspiel: Wasserkraft und Batterie

Es gibt einen großen Hype rund um Lithium-Ionen-Batterien. Sie stehen – neben anderen Ideen wie Demand Response und Elektrofahrzeugen – im Rampenlicht. Auch Fortum ist auf dem nordischen Batterie-Markt aktiv: Am 1. März 2017 wurde Batcave, die größte Lithium-Ionen-Batterie in den nordischen Ländern, im Järvenpää-Kraftwerk von Fortum in Betrieb genommen.

Aber worum geht es bei diesem Batterie-Hype eigentlich? Braucht Finnland wirklich einen Frachtcontainer voller Handybatterien, um mit dem Stromnetz verbunden zu sein? Und wofür werden sie überhaupt eingesetzt?

 Wissenswertes zum Batterie-Hype

Das große Interesse an Energiespeichern, ein regelrechter Batterie-Hype, ist auf den Energiemärkten schon seit langem weit verbreitet. Und es gibt einen wirklich guten Grund dafür: Da es immer mehr Solarmodule und Windräder gibt, gilt es, die erneuerbare Energie für später zu speichern, nämlich für den Zeitpunkt, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht. Da wir die Nutzung von Solar- und Windenergie forcieren wollen, müssen wir in der Lage sein, Energie für mehrere Stunden zu speichern – von der Mittagssonne bis zum abendlichen TV-Highlight.

Neben Energiespeichern, die Energie stundenlang speichern können, werden auch Energiespeicher benötigt, die sekunden- bzw. minutenschnell reagieren. Bei der Erzeugung und Nutzung von Energie gibt es im Stromnetz jeden Tag plötzliche, unvorhergesehene Spitzen, die im schlimmsten Fall zu Stromausfällen und Störungen führen können. Zukünftig könnte es noch mehr potentielle Stromspitzen geben, daher besteht ein noch größerer Bedarf an schnell reagierenden Energiespeichern. Wenn die Sonne plötzlich die Wolkendecke durchbricht, schnellt die Produktion eines Solarmoduls von 0 auf 100 Prozent. Wenn sich dann gleichzeitig Hunderte von Elektrofahrzeugen mit den Ladestationen verbinden, kann die Balance zwischen der Stromproduktion und dem Stromverbrauch im Stromnetz dramatisch schwanken.

Brauchen wir Batterien dafür? Ja und nein.

In Sachen Energiespeicher sind wir in Finnland bereits recht gut aufgestellt: Wir haben eine Menge Wasserkraft.

 Wasserkraft: Das Mauerblümchen unter den erneuerbaren Energien

Im Medienhype wird die Wasserkraft oft als Form der erneuerbaren Energien vergessen, vielleicht, weil sie auf eine so lange Historie zurückblickt. Wasserkraft gehört zu den ältesten Formen der Energieerzeugung. Dadurch ist sie möglicherweise im Vergleich zur neueren Solar- und Windkraft ein wenig langweilig.

Wasserkraft ist gleichzeitig aber auch unser bester Energiespeicher. Sie kann beide Probleme lösen, die im Zusammenhang mit der Speicherung von Energie auftauchen: Zum einen kann Wasser in Seen für Stunden „gespeichert“ werden; zum anderen können Wasserkraftwerke die Produktion schnell erhöhen oder verringern – innerhalb von weniger als einer Minute. Trotz seiner langen Historie kann Wasserkraft mit Leichtigkeit Energie speichern und schnell auf notwendige Änderungen reagieren.

 Und warum werden dann Batterien benötigt?

Wasserkraft ist agil, aber Agilität hat ihren Preis. Schnelle Änderungen in den Wasserkraftwerken führen zu einem erhöhten Verschleiß an mechanischen Teilen, was wiederum eine verkürzte Lebenszeit zur Folge hat. Aufgrund von Verschleiß bei Lager und Dichtungen an den Schaufeln der Kaplan-Turbinen mussten in Wasserkraftwerken umfangreiche Wartungsprojekte durchgeführt werden – Jahre früher als erwartet.

Hier kommen die Lithium-Ionen-Batterien ins Spiel.

Unter allen Batterien sind die Lithium-Ionen-Batterien diejenigen, die ausreichend für den kommerziellen Gebrauch entwickelt sind. Der Preis von Lithium-Ionen-Batterien ist in den letzten Jahren stark gesunken. Es wird zudem davon ausgegangen, dass der Preis weiter sinkt, wenn die Nachfrage steigt. Lithium-Ionen-Batterien können innerhalb von Sekunden reagieren. Dadurch sind sie ideal für das schnelle Speichern von Energie, um das Wachstum von Solar- und Windenergie bei der Stromerzeugung zu unterstützen.

 In den nordischen Ländern können Lithium-Ionen-Batterien Wasserkraft eine Atempause verschaffen. Indem die Batterien (statt der Wasserkraft) bei schnellen Anpassungen einspringen, wird der vorzeitige Verschleiß der Maschinenteile verhindert und die Flexibilität der Wasserkraft für das langfristige Speichern von Energie genutzt. Batterien und Wasserkraft konkurrieren keinesfalls miteinander. Am besten funktionieren sie, wenn sie sich gegenseitig unterstützen.

 Die Batcave-Batterie und ein Blick in die Zukunft

Batcave, der größte Batteriespeicher in den nordischen Ländern, wurde am 1. März 2017 im Järvenpää-Kraftwerk von Fortum in Betrieb genommen. Die schnell reagierende 2MW/1MWh-Lithium-Ionen-Batterie bietet dem Stromnetz eine sekunden- bzw. minutenschnelle Flexibilität bei der Frequenzregelung. Das Batcave-Projekt wurde nach einer Bieterrunde im April 2016 gestartet und war im Februar 2017 bereit zum Einsatz.

Die Batcave-Batterie wird ergänzend zur Wasserkraft genutzt. Die Hauptaufgabe der Batterie ist es, eine schnelle Anpassungsleistung zu erbringen. Wenn die Leistungskapazität der Batterie erreicht ist, wird zur Unterstützung die Wasserkraft hinzugeschaltet. Das beste Endergebnis wird erreicht, wenn die gemeinsame Nutzung der Batterie und Wasserkraft optimiert wird.

Fortum denkt auch über die Batcave-Batterie in Järvenpää hinaus. Das Wachstum bei der Solar- und Windenergie auf den Energiemärkten ist nicht auf Finnland beschränkt: Batterien werden auch anderswo in der Welt gebraucht, besonders dort, wo es keine Wasserkraft gibt.

Könnte das finnische Know-how im optimalen Gebrauch von Batterien also ein Exportschlager werden? Um in internationale Märkte zu expandieren, müssen wir vor zuerst lernen. Die Batcave-Batterie ist vornehmlich ein Lernprojekt für den Energiemarkt der Zukunft und neue Chancen.

HorsePower

HorsePower: Wegbereiter sauberer Kreislaufwirtschaft

Mit der jüngsten Anpassung einer entsprechenden EU-Richtlinie wird ist Verbrennung von Mist auch ohne separate Genehmigung für die Abfallverbrennung erlaubt. Jetzt, da Mist als Biokraftstoff eingestuft wird, können mehr Kraftwerke in der EU Pferdemist nutzen.

Pferdemist ist eine Herausforderung, besonders für Ställe, die in urbanen Regionen inmitten von Wohngebieten angesiedelt sind. Die Ställe verfügen nicht unbedingt über eigene Felder, auf denen sie den Mist verteilen können. Aus diesem Grund sind neue Lösungen im Umgang mit Pferdemist gefragt. Die Änderung der EU-Richtlinie verbessert die Möglichkeiten für die Nutzung von Mist enorm und forciert die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft in unserer Gesellschaft.

Zum Service, den wir Stallbesitzern anbieten, gehören die Lieferung von kundenspezifischem, holzbasiertem Einstreumaterial bis in den Stall sowie die Abholung des Mists. Der von den Ställen eingesammelte Mist wird an Kraft- und Heizkraftwerke geliefert. Dort wird er zusammen mit anderen Kraftstoffen für die Erzeugung von Strom und Wärme genutzt. Von der Nutzung von Pferdemist in der Energieerzeugung profitieren alle: Anwohner bekommen sauber produzierte, lokale Energie, Stallbesitzer müssen sich um eine Sache weniger kümmern und die lokale Wirtschaft wird gestärkt.

Unser Service wird seit über einem Jahr in Finnland angeboten. Wir haben positives Feedback und hilfreiche Vorschläge von Stallbesitzern und Kraftwerken bekommen. Mehr als einhundert Stallbesitzer haben uns ihre Aufgaben rund um Einstreu und Mist bereits überlassen und können sich nun auf das Essentielle konzentrieren – ihre Pferde. Mit der Anpassung der EU-Richtlinie können wir unseren Service in Finnland und Europa weiter ausbauen.

Vom Stall in die Steckdose – sauber

Die Verbrennung von Pferdemist und deren Umweltverträglichkeit sind Gegenstand einer Reihe von Diskussionen. Das Institut für natürliche Ressourcen Finnlands (Luke) und das Umweltinstitut Finnlands (SYKE) haben die ökologischen Auswirkungen von Pferdemist in der Energieerzeugung untersucht. Die Studie hat die ökologischen Auswirkungen der Verbrennung von einem holzbasierten Mix aus Einstreu und Mist mit den Auswirkungen der Kompostierung von Mist verglichen.

Die Ergebnisse zeigen, dass unser HorsePower-Service in allen untersuchten Kategorien in Sachen Klimaauswirkung eine wesentlich bessere Alternative ist als Kompostierung. Wenn Mist in großen Kraft- und Heizkraftwerken verarbeitet wird, hat er keine Zeit, sich zu zersetzen. Dadurch werden vom Mist keine signifikanten Mengen Methan freigesetzt. Die Klimaauswirkungen von Methan sind im Vergleich zu Kohlenstoffdioxid vielfältig. Außerdem stellte sich heraus, dass die Auswirkungen aufgrund von kleinen Partikeln in der HorsePower-Lösung wesentlich geringer sind als bei der Kompostierung.

Wir können also mit Stolz behaupten, dass unser HorsePower-Service eine wirklich umweltfreundliche Lösung für das Management von Einstreu und Mist in Pferdeställen ist. Und der Strom und die Wärme, die mit dem Mix aus Mist und Einstreu erzeugt werden, sind echt lokale Energie.

Smart City Solutions

Smart City Solutions: Intelligente Energie im Espoo-Stil

Fortum entwickelt gemeinsam mit Partnern moderne Energielösungen, um in Espoo dem Klimawandel entgegenzutreten. Unser Ziel ist es, die Stadt bis 2030 klimaneutral zu machen.

Espoo ist mit seinen 270.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Finnlands. Die Stadt ist weltweit als Zentrum finnischer Forschung und Entwicklung bekannt. Fortum und die Stadt Espoo haben sich zusammengetan, um gemeinsam an Lösungen für effiziente, nachhaltige Energieversorgung zu arbeiten. Ziel ist es, die Kohlenstoffdioxidemissionen aus Espoos Energiesektor bis 2030 um eine beträchtliche Menge zu verringern. Dies ist Teil eines umfangreichen Umweltprogramms, das Espoo aufgelegt hat. Das Programm soll die Entwicklung von neuen Technologien fördern und die Bewohner dazu anregen, bei ihren tagtäglichen Entscheidungsprozessen auch immer mögliche Umweltauswirkungen im Blick zu haben. Des Weiteren ist geplant, die Treibhausgasemissionen der Stadt zu verringern und die Leistungsfähigkeit zu stärken.

Veränderung ist möglich, wenn gute Ideen realisiert werden. In Espoo ist die nachhaltige Denkweise bereits in neuen Projekten sichtbar, die die Energieeffizienz steigern.

Fortum hat das Fernwärmenetz von Espoo verbessert, um den Anteil von erneuerbaren Energien und Abwärme bei der Erzeugung von Fernwärme auf fast 30 Prozent zu erhöhen. Vor zwei Jahren betrug dieser Anteil weniger als 1 Prozent. Der Fortschritt geht mit großen Schritten voran und wir leisten unseren Beitrag, damit dies so bleibt.

Abwärme für Häuser

Große Veränderungen erfordern ein schrittweises Vorgehen. Die Nutzung von Abwärme ist ein wichtiger Bestandteil davon. Die Suomenoja-Wärmepumpen-Anlage nutzt die Abwärme von Abwasser. So werden ungefähr 15 Prozent der benötigten Fernwärme von Espoo erzeugt.

Die Abwärme von den Rechenzentren der IT-Dienstleister Tieto und Elisa bietet Fernwärme für ungefähr 1.000 Einfamilienhäuser. Auch die Anlage von Ericsson in Kirkkonummi und das sich derzeit im Bau befindliche Rechenzentrum des Telekommunikationsunternehmens Sonera in Helsinki werden künftig zur Erzeugung von Fernwärme beitragen.

Wärme aus der Erde und aus Holzpellets

Biokraftstoffe sind ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität von Espoo. Das Kivenlahti-Heizkraftwerk nutzt Holzpellets statt Schweröl. Dadurch wird auch bei anderen Heizkraftwerken weniger Erdgas verwendet. Das Vermo-Heizkraftwerk ersetzt

Heizöl durch Bioöl, das 90 Prozent weniger Treibhausgasemissionen erzeugt als fossile Brennstoffe.

Gemeinsam mit St1 entwickeln wir außerdem Wege, Erdwärme besser zu nutzen. Dies ist eine neuartige Möglichkeit, die potenziell bis zu 30 Prozent des Wärmebedarfs von Espoo erzeugen kann. Wenn das Projekt erfolgreich ist, könnte die Otaniemi-Pilotanlage ein Drittel dieses Bedarfs abdecken.

Zahlreiche Möglichkeiten mit Elektrofahrzeugen

Fortum bietet intelligente Verkehrslösungen an, um die Nutzung von Elektrofahrzeugen zu fördern. Das gesamte Verkehrscluster wurde von Anbeginn für fossile Brennstoffe gebaut. Fossile Brennstoffe machen 90 Prozent des gesamten Verkehrs aus. Somit bietet der Verkehr enorme Möglichkeiten für die Reduzierung von Emissionen.

Elektrofahrzeuge sind hierbei aktuell die erfolgversprechendste Möglichkeit. Damit diese Veränderung Wirklichkeit wird, arbeitet Fortum seit Jahren mit der Stadt Espoo zusammen. Wir haben zum Beispiel an zentralen Standorten in der ganzen Stadt diverse Ladestationen für Elektrofahrzeuge gebaut.

 Die Arbeit geht weiter

Auf die bisherigen Lösungen in Espoo sind wir sehr stolz. Das bedeutet aber nicht, dass wir das Ziel erreicht haben. Wir führen unsere Arbeit für eine klimaneutrale Stadt im Jahr 2030 gemeinsam mit der Stadt Espoo und weiteren Partnern fort.

Die Erfahrung aus der Zusammenarbeit zwischen Fortum und Espoo wird auch beim Smart- & Clean-Projekt in der Region Helsinki genutzt. Ziel des Projekts ist es, die Region zu einem international anerkannten Referenzgebiet für ökologische und intelligente Lösungen zu machen. Das Smart- & Clean-Projekt betrifft über 1,2 Millionen Einwohner. Diese Entwicklung ist eine globale Chance, Städte zu bauen, die Energie intelligent erzeugen und nutzen. Veränderungen wie diese sind notwendig, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zur Begrenzung der Erderwärmung zu erreichen.

© Fortum Service Deutschland GmbH, Trianelstr. 1, 59071 Hamm-Uentrop, Tel.: 02388 30 108 30