Finnlands erstes schwimmendes LNG-Terminal im Hafen Ingå von Fortum

Hafen in Inga, Finnland

FORTUM CORPORATION PRESSEMITTEILUNG, 9. JUNI 2022 13:00 CET

Gasgrid Finland und Fortum haben eine Absichtserklärung über die Stationierung von Finnlands erstem schwimmenden LNG-Terminalschiff „Exemplar“ in Fortums Hafen Ingå unterzeichnet. An der Südküste Finnlands gelegen, bietet Ingå einen optimalen Tiefwasserhafen in unmittelbarer Nähe zu den Pipelines, die das Gas hauptsächlich an industrielle Endverbraucher im Baltikum verteilen. Diese Entwicklung ermöglicht es, von russischem Pipelinegas unabhängig zu werden.

Gasgrid Finland wird das schwimmende LNG-Terminalschiff von Excelerate Energy Inc. für eine Dauer von zehn Jahren anmieten und beabsichtigt, das Terminal bereits im nächsten Winter in Betrieb zu nehmen. Die Kapazität des Schiffes reicht aus, um den Gasbedarf sowohl Finnlands als auch des baltischen Ostseeraums zu decken. Die russischen Gaslieferungen über den finnischen Einspeisepunkt Imatra wurden im Mai gestoppt.

„Ich möchte Fortum, Gasgrid und ihren Partnern für ihr schnelles Handeln danken. Es ist wichtig für unsere Wirtschaft, dass das schwimmende LNG-Terminal die Gasversorgung unserer Industrie sicherstellt. Der nächste Schritt besteht darin, den Zeitplan einzuhalten und den Hafen fertigzustellen“, sagt Mika Lintilä, Wirtschaftsminister von Finnland.

„Das Schiffsprojekt ist für die Versorgungssicherheit mit Erdgas im Ostseeraum absolut notwendig – und daher äußerst dringend. Ich freue mich, dass die Entscheidung für den Standort des Terminals so schnell getroffen wurde. Ingå bietet einen hervorragenden Standort für das Schiff, um den Bedarf der gesamten Region der baltischen See abzudecken“, sagt Olli Sipilä, CEO von Gasgrid Finland.

„Wir bei Fortum freuen uns sehr, die Energiesicherheit, die Industrie sowie unsere Volkswirtschaft in diesen herausfordernden Zeiten zu unterstützen. Unser Hafen Ingå befindet sich auf dem Gelände unseres stillgelegten Kohlekraftwerks und bietet eine nahezu betriebsbereite Infrastruktur und einen optimalen Standort für das erste schwimmende LNG-Terminal des Landes. In Zukunft wollen wir die Industrieaktivitäten auf dem Gelände weiterentwickeln, damit sie zur Dekarbonisierung der Gesellschaft beitragen können“, sagt Markus Rauramo, CEO von Fortum.

Der Hafen von Fortum ist über einen geeigneten Seeweg erreichbar, verfügt über einen einsatzbereiten Pier, liegt in unmittelbarer Nähe der Balticconnector-Pipeline zwischen Finnland und Estland – und ist kurzfristig verfügbar. Darüber hinaus wurde Ingå bereits in den Jahren 2014–2015 den erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfungen unterzogen.

Neben Ingå werden Gasgrid Finland und der estnische Strom- und Gastransportnetzbetreiber Elering wie ursprünglich geplant einen weiteren potenziellen Standort in Estland erschließen. Ziel hierbei ist es, potenzielle Projektrisiken zu mindern und die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass einer der Standorte so früh wie möglich für den nächsten Winter bereit ist.

 

Das schwimmende LNG-Terminalschiff Exemplar

  • Die Floating Storage and Regasification Unit (FSRU) Exemplar ist 291 Meter lang und 43 Meter breit. Sie hat ein Volumen von rund 151.000 Kubikmetern, was bei Vollbeladung rund 68.000 Tonnen verflüssigtem Erdgas entspricht. Das entspricht etwa 1.050 GWh an Energie.
  • Die Verdampfungskapazität der FSRU beträgt 140 GWh/Tag und mehr als 40 TWh pro Jahr.
  • Die Verdampfungskapazität der FSRU übersteigt den jährlichen Erdgasbedarf Finnlands, der in der Vergangenheit etwa 25 TWh pro Jahr betrug.
  • Die FSRU „Exemplar“ versorgt den Gasmarkt im gesamten baltischen Ostseeraum über die Verbindungsleitung Balticconnector.
  • Die Gesamtkosten des Projekts für das schwimmende LNG-Terminal werden auf 460 Mio. Euro bei einer Laufzeit von 10 Jahren geschätzt. Hinzu kommen nutzungsabhängige Kosten.
     

Tiefwasserhafen und Industriegebiet Fortum in Ingå

  • Der Hafen liegt bei Ingå im Industriegebiet Fortum Joddböle etwa 60 Kilometer westlich von Helsinki.
  • Fortum ist Eigentümer des von Inkoo Shipping Oy betriebenen Hafens. Der Hafen schlägt Schüttgüter wie feste Brennstoffe für Kraftwerke um.
  • Es handelt sich um einen Tiefwasserhafen, der das schwimmende LNG-Terminalschiff „Exemplar“ aufnehmen kann.
  • Der Hafen liegt gut 1,5 km von der Erdgaspipeline Balticconnector entfernt, die die Gasmärkte der finnischen und baltischen Länder verbindet.
  • Fortum betrieb am Standort Joddböle bis zu seiner endgültigen Schließung im Jahr 2016 das größte Kohlekraftwerk in den nordischen Ländern. Die Anlage wurde 2020 zurückgebaut, wobei über 90 % der Materialien recycelt wurden.
  • Die Lage des Standorts neben dem Tiefwasserhafen und Anschluss zum Übertragungsnetz macht ihn zu einem idealen Standort für energieintensive, saubere Industrien. Fortum untersucht verschiedene weitere Optionen für die künftige Nutzung des Standorts.

 

Weitere Informationen

Olli Sipilä, CEO, Gasgrid Finland Oy, +358 40 589 4686, olli [punkt] sipila [at] gasgrid [punkt] fi
Esa Hallivuori, Leiter Gas Market Unit, Gasgrid Finland Oy, +358 40 581 5027, esa [punkt] hallivuori [at] gasgrid [punkt] fi
 

Medienkontakte

Gasgrid Finland Oy, Engela Gyldén: +358 45 885 1008, engela [punkt] gylden [at] gasgrid [punkt] fi
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Gasgrid Finland Oy ist ein finnisches Staatsunternehmen und Übertragungsnetzbetreiber mit Systemverantwortung. Wir bieten unseren Kunden eine sichere, zuverlässige und kostengünstige Übertragung von Gasen. Wir entwickeln unsere Transportplattform, Dienstleistungen und den Gasmarkt aktiv und kundenorientiert weiter, um das CO2-neutrale Energie- und Rohstoffsystem der Zukunft voranzutreiben. www.gasgrid.fi

 

Fortum und Uniper bilden gemeinsam ein europäisches Energieunternehmen, das sich für einen erfolgreichen Übergang zur Klimaneutralität aller einsetzt. Mit einer Erzeugungs­kapazität von 50 Gigawatt, umfangreichen Gasimport- und Gasspeicher­aktivitäten sowie einem globalen Energie­handelsgeschäft versorgen wir Europa und andere Regionen zuverlässig mit emissionsarmer Energie. Wir sind bereits heute der drittgrößte Erzeuger von CO2-freiem Strom in Europa und auch unsere Wachstums­aktivitäten konzentrieren sich auf saubere und CO2-arme Energie sowie die Infrastruktur für die Wasserstoffwirtschaft von morgen. Darüber hinaus entwickeln wir Lösungen, die Unternehmen und Städten dabei helfen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Mit 20.000 Mitarbeitenden und Aktivitäten in 40 Ländern verfügen wir über die Fähigkeiten, die Ressourcen und die Reichweite, die Transformation hin zu einer saubereren Welt zu beschleunigen. www.fortum.com | www.uniper.energy