Fortum und Uniper erreichen erste Meilensteine bei strategischer „One Team“-Kooperation

Fließendes Wasser

Espoo/Düsseldorf, 10. Mai 2021 – Fortum und Uniper haben gemeinsam die erste Planungsphase in den drei strategischen Kooperationsbereichen Wasserkraft und physischer Handel in Nordeuropa, Entwicklung von Wind- und Solarenergie sowie Wasserstoff abgeschlossen. Nach den vorgeschlagenen Plänen würde Fortum künftig den Betrieb der Wasserkraftanlagen beider Unternehmen in den nordischen Ländern leiten. Uniper hingegen würde die Führung bei der Entwicklung des Wind- und Solar- sowie des Wasserstoffgeschäfts beider Unternehmen übernehmen.

Im Dezember 2020 kündigten Fortum und Uniper drei gemeinsame Kooperationsbereiche an, um die zielgerichtete und effektive Umsetzung der Konzernstrategie sicherzustellen. Das übergeordnete Ziel ist es, für Fortum und Uniper im Bereich der Wasserkraft und des physischen Handels in den nordischen Ländern eine höhere Wertschöpfung zu erzielen, sowie Wachstumschancen in den Bereichen Wind, Solar und Wasserstoff besser zu nutzen. Basierend auf dem „One Team“-Ansatz wird in jedem dieser Geschäftsfelder jeweils eines der Unternehmen die Leitung übernehmen.

Die Kooperationsteams haben gemeinsam vorläufige Pläne für die Betriebsmodelle der Geschäftsbereiche entwickelt, die in der nächsten Phase weiter ausgearbeitet und abschließend bewertet werden. Die Umsetzung der beabsichtigten strategischen Kooperation in den drei Bereichen steht unter dem Vorbehalt der endgültigen Genehmigung durch die relevanten Gremien von Fortum und Uniper sowie der Abstimmung mit den jeweiligen Arbeitnehmendenvertretungen in beiden Unternehmen. Die Gespräche mit den Arbeitnehmendenvertretungen sind bereits aufgenommen worden.

One Team: Wasserkraft und physischer Handel im Norden

Im Bereich Nordische Wasserkraft und physischer Handel geht der vorgeschlagene Plan davon aus, dass Fortum die Verantwortung für das Management und den Betrieb der Uniper-Wasserkraftanlagen in Schweden sowie für den physischen Handel und die Optimierungsaktivitäten in den nordischen Ländern übernimmt. Der Vorschlag würde in erster Linie etwa 180 schwedische Wasserkraft-Beschäftigte bei Uniper betreffen. Ein Personalabbau ist nicht geplant, und alle bestehenden Standorte von Fortum und Uniper im gemeinsamen nordischen Portfolio sollen in Betrieb bleiben. Den Plänen zufolge würde Uniper weiterhin Eigentümerin ihrer Wasserkraftanlagen bleiben. Die Umsetzung des neuen Betriebsmodells ist – vorbehaltlich der erforderlichen internen Genehmigungen – für Anfang 2022 geplant.

Durch die Nutzung von Best-Practice-Ansätzen, -Instrumenten und -Prozessen beider Unternehmen wäre das neu zusammengeführte Team für Wasserkraft und physischen Handel in den nordischen Ländern in der Lage, bessere digitale Lösungen für das tägliche operative Geschäft zu entwickeln und die Arbeitssicherheit zu verbessern. Fortum und Uniper sind der Überzeugung, dass das neue Betriebsmodell für beide Unternehmen mehr Wert schaffen würde, als die beiden Portfolios weiterhin getrennt zu optimieren.

Die kombinierten Aktivitäten zur Optimierung der Wasserkraft und des physischen Handels in den nordischen Ländern würden von Simon-Erik Ollus geführt, dem Leiter der Erzeugungssparte bei Fortum. Diese Geschäftsbereiche beschäftigen derzeit rund 400 Mitarbeitende, hauptsächlich in Schweden und Finnland.

One Team: Wind- und Solarenergie

Fortum und Uniper planen eine gemeinsame Organisation für ihre Onshore-Wind- und Solaraktivitäten in Europa. Der anfängliche Schwerpunkt wird auf den attraktivsten europäischen Märkten liegen, ausgehend von den existierenden Kernregionen. Wie im Dezember 2020 angekündigt, planen Fortum und Uniper den Aufbau eines substanziellen Erzeugungsportfolios an Onshore-Wind- und Solarenergie, vor allem in Europa. Ziel ist es, bis 2025 zwischen 1,5 und 2 Gigawatt an neuer Kapazität zu bauen.

Der kombinierte Ansatz für europäische Onshore-Wind- und Solarenergie sieht die Schaffung eines gemeinsamen Entwicklungsgeschäfts für erneuerbare Energien unter der Führung von Uniper vor. Dieses würde die Kompetenzen in der Entwicklung von Solar- und Windenergie, Anlagen- und Betriebsmanagement sowie Ausbauplanung und Vermarktung bündeln, um die bestehenden Kompetenzen und unterschiedlichen geografischen Profile von Uniper und Fortum in vollem Umfang zu nutzen. Ein besonderer Fokus würde auf der Projektentwicklung liegen, um ein beträchtliches Wachstum durch ein „Build-Operate-Transfer (BOT)“-Geschäftsmodell und selektive Investitionen aus der Bilanz zu ermöglichen.

Die kombinierten Wind- und Solaraktivitäten von Fortum und Uniper würden von Unipers CEO Klaus-Dieter Maubach geführt.

One Team: Wasserstoff

Uniper ist ein Branchenpionier bei der Entwicklung von Wasserstoffkapazitäten. Die Präsenz von Uniper in der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette, kombiniert mit der starken Präsenz von Fortum in den nordischen Ländern, gibt beiden Unternehmen die Möglichkeit, eine führende Position im künftigen Wasserstoffmarkt einzunehmen. Der Plan für einen gemeinsame Ansatz im Bereich Wasserstoff sieht vor, unter der Führung von Uniper die komplementären technischen und kommerziellen Fähigkeiten beider Unternehmen zusammenzufassen. Das neue Betriebsmodell für Wasserstoff wird die Entwicklung einer gemeinsamen Projekt- und Transaktions-Pipeline erleichtern.

Aufbauend auf dieser Vorreiterposition würde das kombinierte Wasserstoffgeschäft von Fortum und Uniper von David Bryson, COO von Uniper, geführt.

Schaffung von Vorteilen durch die Kooperation beider Unternehmen

Im Dezember 2020 gaben Fortum und Uniper bekannt, dass sie gemeinsam Kooperationsvorteile mit einem positiven Cash-Effekt von jährlich rund 100 Millionen Euro auf konsolidierter Konzernbasis identifiziert haben. Von diesen jährlichen Vorteilen werden schätzungsweise mehr als 50 Millionen Euro bis Ende 2023 erreicht, und die volle Wirkung von jährlich rund 100 Millionen Euro im Jahr 2025. Die geschätzten Kooperationsvorteile für Fortum und Uniper umfassen eine Vielzahl von Geschäftsinitiativen, wobei die „One Team“-Optimierungsaktivitäten im Bereich nordische Wasserkraft und physischer Handel eine der Hauptquellen der erwarteten langfristigen Vorteile darstellen. Insgesamt ist die Realisierung der Vorteile in den identifizierten Kooperationsbereichen im ersten Quartal 2021 wie geplant verlaufen.

 

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Haftungsausschluss

Über konkrete Maßnahmen, die hier beschrieben werden, wurden noch keine Entscheidungen getroffen, da diese von Fortum und Uniper weiter ausgearbeitet und bewertet werden müssen. Jede endgültige Entscheidung wird im Interesse von Fortum bzw. Uniper und aller Beteiligten getrennt getroffen. Die gesamte geschäftliche Kooperation zwischen Fortum und Uniper unterliegt dem Fremdvergleichsgrundsatz. Die Vorschläge für die „One Team“-Organisation, die Fortum im Dezember 2020 angekündigt hat, basieren auf unabhängigen Bewertungen von Fortum und Uniper. Fortum und Uniper haben sich im besten Interesse des jeweiligen Unternehmens und aller seiner Anteilseigner der Konzernstrategie verpflichtet.
 

Über Fortum

Fortum ist ein europäisches Energieunternehmen mit Aktivitäten in mehr als 40 Ländern. Wir versorgen unsere Kunden mit Strom, Gas, Wärme und Kälte sowie mit intelligenten Lösungen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz. Zusammen mit unserer Tochtergesellschaft Uniper sind wir der drittgrößte Produzent von CO2-freiem Strom in Europa. Mit fast 20.000 Mitarbeitenden und einer konsolidierten Bilanz von ca. 60 Mrd. Euro haben wir die Größe, Kompetenz und Ressourcen, um zu wachsen und die Energiewende voranzutreiben. Die Aktie von Fortum ist an der Nasdaq Helsinki notiert, die Aktie von Uniper ist an der Frankfurter Börse notiert.

Über Uniper

Uniper ist ein internationales Energieunternehmen mit rund 12.000 Mitarbeitenden in mehr als 40 Ländern. Das Unternehmen plant, in der europäischen Stromerzeugung bis 2035 CO2-neutral zu werden. Mit rund 35 Gigawatt installierter Kapazität gehört Uniper zu den größten Stromerzeugern weltweit. Unipers Kernaktivitäten umfassen sowohl die Stromerzeugung in Europa und Russland als auch den globalen Energiehandel, sowie ein breites Gasportfolio, das Uniper zu einem der führenden Gasunternehmen in Europa macht. Uniper setzte 2020 ein Gas-Volumen von mehr als 220 bcm um. Uniper ist zudem ein verlässlicher Partner für Kommunen, Stadtwerke und Industrieunternehmen bei der Planung und Umsetzung von innovativen, CO2-mindernden Lösungen auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung ihrer Aktivitäten. Als Pionier im Bereich Wasserstoff ist Uniper weltweit entlang der kompletten Wertschöpfungskette tätig und realisiert Projekte, um Wasserstoff als tragende Säule der Energieversorgung nutzbar zu machen.

Das Unternehmen hat seinen Sitz in Düsseldorf und ist derzeit das drittgrößte börsennotierte deutsche Energieversorgungsunternehmen. Zusammen mit ihrem Hauptaktionär Fortum ist Uniper außerdem der drittgrößte Erzeuger CO2-freier Energie in Europa.